Frau Schnee: Nach 5 Jahren endlich wieder Arbeit.

Mittwoch, März 21, 2018

Nach 5 Jahren endlich wieder Arbeit.

Heute möchte ich euch einmal erzählen, wie es mir mit meiner neuen Arbeit ergangen ist. Ich will ehrlich sein und auch nichts schön reden denn mein Leben und gerade auch mein Arbeitsleben verlief bislang nicht wie von mir geplant. Nachdem ich meine Ausbildung aufgrund der Geburt meines Sohnes und der Meinung meiner Chefin abbrechen musste war ich auf der Suche nach einem Kindergartenplatz und nach einer Arbeitsstelle. Anfangs hatte ich einige Ansprüche an meinen Arbeitgeber, ich wollte etwas lernen und arbeiten was mir auch in 10 Jahren noch Spaß machen würde, jedoch war weder mein Abgangszeugnis noch meine abgebrochene Ausbildung sonderlich Hilfreich dabei. Nachdem nun 2 Jahre vergingen und ich endlich den Kitaplatz hatte dachte ich mir na gut okay ich suche etwas wo ich einigermaßen glücklich werde, doch auch da gab es nur Absagen. Irgendwann nach 4,5 Jahren war ich an dem Punkt, an dem ich verzweifelt jedes Stellenangebot anschrieb egal, ob mir die Arbeit zusagte oder eben nicht. Ich wollte nicht mehr abhängig vom Amt sein, welches mir im Grunde mehr schlechtes brachte als gutes. Ich wurde in Maßnahmen gesteckt, in denen ich nichts aber auch wirklich gar nichts lernte und es größtenteils nur um zeit absitzen ging.



Mein Weg weg vom Amt


Mein Entschluss stand fest, in Berlin werde ich nicht mehr glücklich!
Natürlich habe ich hier Familie und auch einige Freunde aber jobmäßig ging nichts. Nachdem mich auch Callcentern nicht wollten, weil ich eine Mutter war, entschloss ich mich zu meinem Freund nach Leipzig zu ziehen und hier mein Glück zu versuchen. Und tatsächlich klappte es. Ich weiß nicht, ob es Glück, Schicksal oder einfach Zufall war das ich 3 Monate nach Umzug gleich etwas fand oder ob ich hier einfach alles richtig gemacht habe. Ich schrieb wie schon zu vor meine Bewerbungen mehr als 10 Stück pro Woche und nach nur 1,5 Wochen platze mein Postfach, ich hatte mehrere richtige Einladungen und nicht nur Absagen bekommen. Meine Wahl fiel letztendlich auf Woolworth, zu einem, weil ich jahrelang Kunde in Berlin dort war zum anderen, weil man das Gefühl bei dem Gespräch hatte nicht nur eine Nummer, sondern ein Mensch zu sein. Ich arbeite nun 5 Monate dort und kann mich bisher über nichts beschweren. Ich bin dankbar, dass ich etwas gefunden habe was ich auf Teilzeit machen kann mit Kollegen, bei denen ich mich wohlfühlen kann. Denn gerade das war für mich immer schon sehr schwer, neue Leute kennenlernen und mich ihnen gegenüber zu öffnen bzw. so zu sein wie ich normal bin. Ich kann schwer vertrauen und habe somit natürlich immer Angst bei Fehlern ausgelacht zu werden aber da dies bisher nie vorkam, habe ich da eigentlich ein gutes Gefühl.

Ich hoffe, dass ich lange dort bleiben kann und mich vielleicht auf einigen Bereichen verbessern und neues dazulernen kann. Ich denke nämlich das der Beruf Verkäufer mir einigermaßen liegt und ich diesen noch in 3–5 Jahren gerne tätigen werde.

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